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Die Bedeutung des Schlafs

Was ist Schlaf? Warum schlafen wir?

Rund ein Drittel unseres Lebens verbringen wir schlafend. Schlaf ist ein täglich wiederkehrender Zustand, in dem Körper und Geist zur Ruhe kommen. Er ist wichtig für Wachstum und Gedächtnis. Ihr Körper erholt sich, die Muskeln entspannen und Ihr Gedächtnis wird gespeichert. Man bereitet sich auf einen neuen Tag vor.

Zu wenig oder schlechter Schlaf?

Die Qualität des Schlafs wirkt sich auf Ihren gesamten Tagesablauf aus. Wenn wir nicht oder zu wenig schlafen, wird die Funktion unseres Gehirns stark beeinflusst. Es verringert die Gedächtnisleistungen, das Konzentrationsvermögen, die Sprachfähigkeit, die Reaktionsgeschwindigkeit und Entschlusskraft sowie das Gefühl für Zeit, Raum und Planung. Darüber hinaus beeinflusst es unsere Emotionen und die körperliche Gesundheit. Schlechter und zu wenig Schlaf können einen negativen Einfluss auf unsere Laune und unsere Ausdauer haben. Guter Schlaf sorgt für mehr Energie und einen gesunden Körper.

Der Prozess

Schlaf ist ein komplexer Prozess im Gehirn, der von einer Vielzahl innerer wie äußerer Faktoren beeinflusst wird. Der gesamte Schlaf, vom Zubettgehen bis zum Aufstehen, kann in vier Phasen unterteilt werden:

1. Die Vorbereitung
2.Das Einschlafen
3.Der Schlaf
4.Aufwachen

1. Die Vorbereitung
Gähnen, brennende und schwere Augenlider – es sind deutliche Symptome, mit denen sich Schlaf ankündigt. So zeigt der Körper an, dass er, nach einem Zeitraum geistiger und körperlicher Aktivität, Ruhe braucht.

2. Das Einschlafen
Dabei wird man sich der Umgebung nach und nach weniger bewusst. Charakteristisch ist, dass die schnellen Augenbewegungen in langsame, rollende Bewegungen übergehen. Beim Einschlafen sinkt die Körpertemperatur. Dafür gibt der Körper Feuchtigkeit ab (Transpiration), die auf der Haut verdampft. Ein gut gelüftetes Schlafzimmer, Matratze und Bett sind darum wichtig.

3. Der Schlaf
Der Schlaf selbst besteht aus verschiedenen Zyklen. Nach jedem Zyklus gelangen wir in ein Zwischenstadium, wobei wir kurz aufwachen. Durchschnittlich wachen wir sieben- bis zehnmal pro Nacht auf, meistens ohne uns dessen bewusst zu sein.

In jedem Zyklus von ungefähr 1,5 Stunden durchläuft man die folgenden 3 Phasen:
- Leichter Schlaf: Das erste Stadium Ihres Schlafs ist leicht und kurz. In dieses Stadium gelangt man nur wenige Male pro Nacht. Kommt man zum ersten Mal in dieses Stadium, dann gleiten die Gedanken langsam weg und beginnen sich die Muskeln zu entspannen. Daraufhin verlangsamt sich der Puls und sinkt die Körpertemperatur.
-Tiefschlaf: Nach rund 20 Minuten sind Körper und Gehirn sehr entspannt. Nun ist die Gehirnaktivität am geringsten. Dieses Stadium wird auch Tiefschlaf genannt. Während des Tiefschlafs ist die Chance, spontan aufzuwachen, am kleinsten und ist man auch am schwersten aufzuwecken. Tiefschlaf ist sehr wichtig für die körperliche und geistige Erholung und Gesundheit.
-REM-Schlaf: Nach rund dreißig Minuten Tiefschlaf geschieht etwas Eigenartiges: Gehirn und Körper bewegen sich rasch, statt entspannt zu sein, beginnt sich der Puls zu beschleunigen, die Atmung wird flach, die Augen springen hin und her. Man befindet sich im REM-Schlaf, benannt nach den schnellen Augenbewegungen: Rapid Eye Movements. Das ist auch die Phase, in der man träumt. Man wird kurz wach und es folgt ein weiterer Zyklus mit seinen verschiedenen Phasen.

4. Das Aufwachen
Am Morgen kommt verhältnismäßig seltener Tiefschlaf vor, so dass der Wechsel zum Wachsein allmählich erfolgen kann. Beim Aufwachen steigt die Körpertemperatur. Dafür sorgt der Körper selbst, sozusagen als ob die biologische Uhr die Heizung einschaltet.

Was passiert beim Schlafen?

  • Im Schlaf ist das Gehirn zwar aktiv, aber anders als im wachen Zustand. Es ist eher mit einer Art Wartung zu vergleichen. Alle eingegangenen Informationen werden verarbeitet, archiviert, aufgeräumt.
  • Schlafen ermöglicht es dem Körper, sich von den Anstrengungen des Tages zu erholen. Die Bildung von Wachstumshormonen erreicht ihren Höhepunkt, das Tempo der Zellteilung nimmt zu, wir tanken geistig auf.
  • Im Schlaf ruhen die Muskeln. Denn Muskeln werden den ganzen Tag über oder doch für lange Zeit belastet.
  • Man bewegt sich im Schlaf, ungefähr 30 Mal pro Nacht dreht man sich um. Diese Bewegungen sind auch nötig. Liegt man zu lange still, entsteht ein Druck auf den Körper, der nach einiger Zeit zu Irritationen führen kann.
  • Menschen träumen im Schnitt zwei Stunden pro Nacht, auch wenn sich viele morgens an nichts erinnern. Von den im Schnitt fünf Träumen pro Nacht können wir uns pro Woche durchschnittlich an einen oder zwei erinnern.